Schauspiel 2011

Auf Schloss Fürsteneck finden im Juli 2011 die Barockfestspiele an den ersten drei Wochenenden statt. Als ein kulturelles Highlight konnten sich die Fürstenecker Barockfestspiele seit 2005 im ostbayerischen Kulturkalender etablieren. 2011 werden die Festspiele nun mit einem neuen Schauspiel aufwarten. Lassen auch Sie sich in die barocke Vergangenheit Fürstenecks entführen... Der einzigartige Charakter des Ilztals, das geschichtsträchtige Schloss aus dem 13. Jahrhundert und die multikulturelle Funktion des "Goldenen Steiges" bieten den wunderbaren Hintergrund für die Welturaufführung eines eigens für die Barockfestspiele Fürsteneck geschriebenen Schauspiels sowie eines bunten Markttreibens um das Schloss. Mit der Inszenierung des Schauspiels "Maria Trost oder eine Privatsache" wird kein Historienspiel, kein Singspiel, sondern ein eigenes Format geboren, welches mit dem Schlossgraben als unverwechselbaren, einzigartigen Spielort eine neue, echte Theaterbühne etablieren will. Fundierte Recherchen über das barocke Fürsteneck wollen das Vertrauen des Publikums gewinnen, eine fiktive Geschichte will bewegen. Die Barockfestspiele Fürsteneck wollen mit "Maria Trost oder eine Privatsache" einen historischen Ortsbezug zu Fürsteneck ins Bewusstsein rücken. Die Gemeinde Fürsteneck ist stolz auf diesen Ortsbezug und will die umliegenden Gemeinden daran teilhaben lassen, ein starkes Wir-Gefühl für die gesamte Region schaffen.

 

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Anno Domini 1633: Rudolph Frhr. von Grimming hat ein Kriegstrauma erlitten und beschließt, ein anderer Mensch zu werden. Das Gnadenbild "Maria mit dem Jesuskinde" überlebt wie durch ein Wunder Brandschatzung schwedischer Truppen im Markte Regen. Johann Ludwig von Grimming, Rudolphs Vater, ist Pfleger auf Schloss Fürsteneck. Seine Frau Argula setzt aus ganz persönlichen Gründen das Gnadenbild  in einen kleinen Altar in die Schlosskapelle von Fürsteneck. Johann Ludwig stirbt. Das Gnadenbild geht auf Wanderschaft, denn Rudolph will es zunächst mit nach Salzburg nehmen, wo die Familie einige Güter besitzt. Johann Ludwigs Nachfolger in Fürsteneck Georg Sinzl aber verlangt, dass das Bild im Schloss verbleibt. Es kommt zum Prozess, doch Georg Sinzl unterliegt. Die Geschichte der wunderbaren Unversehrtheit des Gnadenbildes hat sich schnell herumgesprochen und zunehmend mehr Gläubige kommen aus der Umgebung, um ihre Andacht zu verrichten. Das fürstbischöfliche Konsistorium in Salzburg will abergläubischem Missbrauch vorbeugen... Auch der Fürstbischof in Passau erfährt von der Wirkung des Bildes und macht Ansprüche auf das Gemälde geltend. Rudolph kommt wegen Schulden in Arrest, das Gnadenbild wandert weiter und verbreitet seine Botschaft. Georg Sinzl hat den Verlust des Bildes nicht verwunden und will mit allen Mitteln das Bild wieder nach Fürsteneck zurückholen. Er kann Argula nicht nur mit Geld von seinem Plan überzeugen: beide beschließen, den empfänglichen Rudolph mit fingierten Geistererscheinungen in den Wahnsinn zu treiben. Dafür bemühen sie die Sagen aus dem Bayerischen Wald, insbesondere in Bezug auf Fürsteneck... Tatsächlich ist Rudolph ein dankbares Opfer. Waldgeister aus dem Bayernwald und dem angrenzenden Böhmerwald sind sehr erbost und beschließen einzugreifen, verlieren sich allerdings in territorialen Zuständigkeitsstreitigkeiten... Argula schließlich plagt das Gewissen und sie beschließt, das Gnadenbild mit Hilfe einiger Freunde zu entwenden und auf dem für ihre Zwecke bestens geeigneten alten Säumerpfad, dem „Goldenen Steig“, außer Landes zu bringen. Dadurch aber wächst die Anfeindung Rudolphs noch mehr, er wird nun für einen Betrüger gehalten, da das Originalgemälde fehlt Das Gnadenbild geht erneut auf Wanderschaft... Man erpresst die Rehabilitierung Rudolphs gegen Herausgabe des Bildes… Eine Botschaft... eine Wanderschaft: Maria Trost!

 

Darsteller aus München, Passau, Fürsteneck und Umgebung bilden ein wunderbares Team… Lassen Sie sich in die frühbarocke Zeit des 17. Jahrhunderts entführen…


 











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